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Verumschlagt und besiegelt – unsere Hochzeitseinladungen

Unsere Einladungskarten sind da! Heute früh kamen sie mit der Post und ich bin BEGEISTERT!

Bestellt habe ich sie bei der Kartenmacherei – besonders toll finde ich da, dass man Karten vorgestalten und dann immer wieder bearbeiten kann. Der grobe Entwurf war schon vor Weihnachten fertig und wir konnten so nach und nach alle Daten hinzufügen.

So sehen sie aus:

Hochzeitseinladungen

 

Gerade hat Flo mir beim Verpacken und Beschriften geholfen, bzw. kam endlich der Siegelstempel zum Einsatz:

Siegel

 

Morgen werden die Briefe zur Post gebracht:

Hochzeit_Briefe

Ich wünsche euch allen Frohe Ostern 🙂

Nutella, Kölln Flocken und Tempos… – ein selbstgebasteltes Liedheft für die Kirche

Liedheft-komplett

In aller Regel vergleiche ich im Supermarkt Preise. Ich greife lieber auch mal ins unbequemere Regal, wenn der Frischkäse (wir lachen übrigens immer herzhaft über die kreativen Namen diverser Frischkäsesorten, die möglichst französisch klingen sollen) da nur die Hälfte kostet. Aber bei Nutella, Kölln Flocken und Tempos machen wir keine Kompromisse. Was jetzt an irgendwelchen kernigen Aldi-Flocken oder Lidl-Haselnusscremes verkehrt sein soll, das müsst ihr Flo fragen. Aber auf Tempos schwöre ich. Nicht, weil sie besonders niesfest (das wird von meinem Word übrigens nicht als Wort anerkannt, liebe Taschentuchfirmen) sein sollen, sondern weil sie sich tatsächlich in Waschmaschine und Trockner nicht in abertausende winzige weiße Fetzchen auflösen, die sich hartnäckig an die Pullis klammern. Und zum Heulen sind sie einfach das Beste (an dieser Stelle nochmal einen Dank an mein Referendariat für die recht häufige Gelegenheit zu umfassenden Produkttests auf diesem Gebiet). Die müssen erst klitschnass werden, bevor sie Ermüdungserscheinungen zeigen.

Warum dieser kleine Exkurs? Ich habe gerade einen ersten Versuch für unser Kirchen-Liedheftdesign versucht und das Tempo spielt eine prominente Rolle.

Während der Inhalt noch lange nicht in trockenen Tüchern (haha) ist – wie bereits erwähnt, Kantor unkontaktierbar – habe ich mir schon vor einer Weile überlegt, dass auch die Liedhefte in den Farben des Brautstraußes gestaltet werden sollen. Für meine bald noch hier zu dokumentierenden Gastgeschenke habe ich vor einiger Zeit sowieso schon Fotokarton in pastelligem Gelb, Rosa und Lachs erworben.

Vor einigen Monaten habe ich in einem Kaufrausch ohne Ziel – ab und zu muss ich mich belohnen oder entfrustrieren – eine wunderschöne Martha-Stewart-Herzstanze erworben.

Stanze-und-Gestanztes

Bei einer Stempel- und Kartenbastel-Party bei einer lieben Kollegin habe ich mich genauso mit bis dato unbestimmtem Zweck zu einigen Stempeln überreden lassen.

Liedheft-Stempeldetail

Hier präsentiere ich euch also mein erstes Liedheft und freue mich über jeden Kommentar! Noch bin ich nicht an der Massenproduktion 🙂

Bänder

Ansonsten ein kurzes Update:

– wir haben unsere Ringe erhalten! Sie sind genau so, wie Flo das wollte, ohne irgendwelchen „Schnickschnack“ wie Linien oder unterschiedliche Farben. Einfach nur Ringe. Ich habe meinen so schmal wie möglich (der Stein musste noch halten) machen lassen, weil das an meinen Händen einfach schöner aussieht.

– Flo hat zu seinem Geburtstag Manschettenknöpfe, eine Krawattennadel und – Gott bewahre – einen Zylinder geschenkt bekommen. Dieser wird innerhalb der nächsten Wochen auf mysteriöse Art und Weise verschwinden.

– meine singende Schülerin aus der zehnten Klasse hat sich bereits mit meiner singenden Musikkollegin getroffen um über Tonarten zu plaudern und ein wenig zu üben. Ich freue mich wahnsinnig auf das Ergebnis!

– Flo und ich waren in Würzburg und haben einen netten Abend mit Bummeln und Tapas verbracht – und unsere Hochzeitsband live erlebt. Wir haben uns erstmals mit dem Organisator unterhalten und all meine Zweifel, die ich wegen anscheinender Unverbindlichkeit hatte (O-Ton Bandleader: „also, wir sehen uns dann zur Hochzeit, falls nichts mehr dazwischen kommt“) haben sich komplett zerstreut. Ich kann euch versprechen, das wird der Wahnsinn 🙂

Das Standesamt oder „Goooooood mooooooooorning, Miss …, sorry“

Standesamt

Wir haben einen Termin fürs Standesamt. Darum hat sich Flo gekümmert.
Neue Erkenntnisse:

– Samstage sind sowohl teurer, weil außerhalb der Geschäftszeiten, als auch sehr begehrt
– Alles, was man braucht (Ausweis, beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister…), bringt man zur Anmeldung der Eheschließung bei einem Standesbeamten mit – am besten ein paar wenige Monate vor der eigentlichen Trauung
– Eine Terminreservierung kann man aber schon vorher vornehmen

Ich kenne Paare, die bereits länger als ein Jahr vor der kirchlichen Hochzeit schon offiziell verheiratet waren – mit Namen und allem drum und dran. Ich kenne auch Paare, die am Tag der kirchlichen Trauung morgens beim Standesamt waren. Für uns kam/kommt beides nicht in Frage. Dass die beiden Termine zeitnah sein sollten, war für mich schon immer klar. Allein schon, weil ich nicht schon wochen- oder gar monatelang mit meinem neuen Namen angesprochen werden will, wenn ich mich noch gar nicht verheiratet fühle.
Davon gehe ich nämlich aus.

Zum Verheiratetfühlen gehört für mich, dass ALLE Menschen, die uns wichtig sind, diesen einen Moment mit uns teilen.
Zum Verheiratetfühlen gehört, dass ich meine Mama und meine Freundinnen weinen sehe – im wahrscheinlichsten Falle durch meinen eigenen Tränenschleier…
Zum Verheiratetfühlen gehören raschelnder Tüll, alte Holzbänke, hundert Umarmungen und das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.

Irgendwie habe ich den Verdacht, dass der – bestimmt trotzdem feierliche – Akt dessen, einen Wisch zu unterschreiben mir dieses Gefühl nicht im gleichen Ausmaß vermitteln wird.
Am Tag der kirchlichen Hochzeit möchte ich am liebsten alle Zeit der Welt haben. Mir wird es bestimmt so gehen wie zuletzt als Kind am Weihnachtsmorgen. Ich will die Vorfreude genießen können, Zeit für ein Schaumbad und ein Sektfrühstück mit meinen Brautjungfern haben und keine Panik bekommen müssen, falls unsere Frisur-Versuche nicht gleich… naja, nach einer Frisur aussehen (dazu ein andermal mehr).
Und genau deshalb kommt der Morgen vor der kirchlichen Trauung nicht in Frage.
Wir haben uns für einen Termin eine Woche vor der Kirche entschieden. Und gestern auch schon in unserem Wunschrestaurant für nach dem Standesamt Probe gegessen. Und schonmal reserviert.

Erweiterung meiner To-Do-Liste im Kopf:
1.) Unterschrift üben
2.) Den Englisch-Schülern sagen, dass sie über die Sommerferien Zeit haben, sich das „Miss“, das ich ihnen eingebläut habe, wieder abzugewöhnen

P.S.: Am Freitag gehen wir Trauringe aussuchen UND wir haben unsere Flitterwochen gebucht! Weitere Infos folgen bald 🙂

MEIN Jahr beginnt…

Hallo. Ich bin Caro. Ich bin 27. Wenn Pärchen im Fernsehen Anträge verteilen oder heiraten, steigt der Wasserspiegel in meinen Augen bedenklich, ganz ungeachtet dessen, ob das jetzt Kate und William sind oder ein Abschaum-Pärchen auf RTL II. Ich liebe Hochzeiten.

Aussagen wie „im nächsten Jahr werde ich heiraten, und wenn es ein Nigerianer ist, der mich nur wegen eines Visums will,“ oder „naja, ich könnte das Zalando-Kleid ja einfach mal behalten, vielleicht ist es an meiner standesamtlichen Hochzeit in knappen hundert Jahren noch nicht aus der Mode,“ stammen von mir. Ich liebe Luftballons und Tüll, ich liebe Cupcakes und Konfetti, ich liebe Spitze, Schleifen, Schnörkelschrift, Blumen und am allermeisten liebe ich Florian.

Und genau dieser hat mir jetzt – auf einer Überraschungsreise nach Venedig – endlich einen Grund gegeben, meine ganze Planungswut in Taten und damit wunderschöne Dinge umzusetzen.

Nach der Planung einiger Hochzeiten von guten Freundinnen platzt mein Kopf fast vor tollen Ideen – dass es schon seit Jahren einen geheimen Ordner mit der Bezeichnung H… auf meinem Computer gibt, muss ich Flo erst noch eröffnen. Vielleicht nach ein, zwei Gläschen Sekt… die nächsten Tage gibt es noch viel zu erzählen und viele Gelegenheiten, anzustoßen.Antrag

Warum ein Blog?

Warum ich beschlossen habe zu bloggen? Mein Enthusiasmus in den ersten beiden Tagen nach dem Antrag wurde immer wieder kurzzeitig getrübt, wenn ich – auf dem riesigen Bett in Venedig liegend – nach inspirierenden Hochzeitsblogs gesucht habe. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Ich wollte, dass die „Betroffenen“ einfach mal ehrlich erzählen, was sie wie gemacht haben und warum. Ich wollte Berichte über das gefürchtete Gespräch mit dem Pfarrer, ich wollte schonungslose Fotos von misslungenen Back- und Deko-Versuchen, ich wollte persönliche Checklisten und Gewissensfragen wie: „Ich habe Tante Edelgunde seit 2003 nicht mehr gesehen – muss ich sie trotzdem einladen?“ oder „Wird irgendjemand meine Shapewear bemerken und wie entledige ich mich derer unbemerkt vor der Hochzeitsnacht?“

Was ich gefunden habe waren ungefähr 1000 Blogs, die pro Tag genauso viele Pärchen bei hochprofessionellen Fotoshootings begleiten und viele, viele hübsch anzusehende, Budget-sprengende Deko-Ideen komplett ohne Anleitung, Gastartikel von aalglatten Schreiberlingen und Massen von unbezahlbaren Vera Wang Kleidern.

Das will ich nicht. Das hier wird grundehrlich, so persönlich wie nur möglich und absolut nicht kommerziell. Ich mache das für mich, für meine Freunde und für jeden, der gerne liest und sich in einer ähnlichen Situation befindet wie ich.

Ich schließe mit einem gestern gehörten Zitat des zukünftigen Ehemannes: „Jetzt ist ja noch alles okay mit der Planung und so, aber ich habe das Gefühl, dass du demnächst noch komplett abdrehen wirst.“ In diesem Sinne, bis bald!