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Verumschlagt und besiegelt – unsere Hochzeitseinladungen

Unsere Einladungskarten sind da! Heute früh kamen sie mit der Post und ich bin BEGEISTERT!

Bestellt habe ich sie bei der Kartenmacherei – besonders toll finde ich da, dass man Karten vorgestalten und dann immer wieder bearbeiten kann. Der grobe Entwurf war schon vor Weihnachten fertig und wir konnten so nach und nach alle Daten hinzufügen.

So sehen sie aus:

Hochzeitseinladungen

 

Gerade hat Flo mir beim Verpacken und Beschriften geholfen, bzw. kam endlich der Siegelstempel zum Einsatz:

Siegel

 

Morgen werden die Briefe zur Post gebracht:

Hochzeit_Briefe

Ich wünsche euch allen Frohe Ostern 🙂

Weniger Gäste, mehr Persönliches, viel mehr Spaß…

…soweit die Theorie.

Wir möchten eine kleine Hochzeit feiern. Abgesehen davon, dass unsere Familien – vor allem meine – mit Nachwuchs etwas gegeizt haben, finden wir, dass eine kleine Hochzeit mehr Charme hat… und man selbst mehr Zeit für die Gäste.

Die Gretchenfrage in diesem Fall lautet: Wo mache ich den Schnitt? Wer hätte das gute Recht, beleidigt zu sein, wenn ich ihn/sie nicht einladen würde? Die Studienfreundin, mit der man nächtelang mittelhochdeutsche Werke übersetzt hat, die man aber seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat? Der ehemalige Mitbewohner, auch wenn der letzte gemeinsame Koch-Abend schon wieder mehr als ein Jahr her ist? Die neue Kollegin, mit der man über alles (und damit meine ich wirklich alles, sogar Regelschmerzen oder seltsame Ängste) reden kann, die man aber zum Zeitpunkt des Einladung-Verschickens erst zwei Monate kennt? Wir haben uns mehrere verschiedene Möglichkeiten überlegt, wie man die Gästeliste klein halten könnte, ohne unnötige Zerwürfnisse oder Unzufriedenheiten heraufzubeschwören:

Vernünftige Möglichkeit Nr. 1: Es werden nur Gäste eingeladen, die beide Partner gut kennen. In unserem Fall ist das leider unmöglich, da ich so gerne meine ehemalige Gastfamilie aus den U.S.A. dabei hätte. Genauso kenne ich einen von Flos Cousins nicht, weil dieser so viel reist.

Vernünftige Möglichkeit Nr. 2: Beide Partner machen jeweils eine Gästeliste mit 50 Gästen. Dabei muss aber auch an den anderen gedacht werden. Die Schnittmenge wird auf jeden Fall eingeladen, über die anderen kann geredet werden.

Vernünftige Möglichkeit Nr. 3: Alle Verwandten werden eingeladen. Zusätzlich darf jeder Partner eine bestimmte Anzahl von Freunden einladen (z.B. 10 oder 15). Auf gemeinsame Freunde wird sich vorher geeinigt.

Wir haben uns jetzt in einem unvernünftigen Mischmasch der drei Möglichkeiten auf knapp 60 Gäste festlegen können. Familie muss sein – da waren wir uns einig. Zur Regel, dass jeder die Gäste gut kennen sollte, haben wir in unserem speziellen Fall zwei Ausnahmen hinzugefügt. Sie gilt aber für „Lebensabschnittsfreunde“, die der andere nie kennengelernt hat, weil der Kontakt ein wenig eingeschlafen ist. Die anderen Freunde haben wir in einen Pott geworfen, der andere hatte ein Vetorecht. Davon mussten wir aber gar keinen Gebrauch machen 🙂

Wir sind nun also bereit, unsere Save the Date Karten vorzubereiten! Ich habe schon eine lustige Idee, bei deren Umsetzung uns eine gute Freundin helfen wird. Alles weitere dazu in einem der nächsten Artikel.

Hier noch kurz ein paar Ideen, die wir nur umsetzen können, weil die Liste nicht so lang ist:

  1. Gutes Essen! Wir haben uns auf zwei Dinge geeinigt, die uns wahnsinnig wichtig sind: gutes Essen und eine gute Party. Wegen der Party müssen wir uns gar keine Sorgen machen, da laden wir schon die richtigen Leute ein. Und richtig gutes Essen, also kein 08/15-Buffet-Matsch, können wir uns für 60 Personen gerade so leisten, bei über 100 würde uns das sicher in den Ruin stürzen.
  2. Wir haben uns überlegt, jeden Gang an einem anderen Tisch einzunehmen. Wir finden es doof, wenn das Brautpaar wie auf dem Präsentierteller die Tafel anführt oder – noch schlimmer – an einem Einzeltisch speist. Wenigstens den Tischen, wo diejenigen Gäste sitzen, mit denen nicht bis 3 Uhr morgens gerechnet werden kann, möchten wir einen Besuch abstatten.
  3. Ich kann viel selbst basteln. Während man nach dem Basteln von 200 Giveaway-Tütchen sicherlich bereits eine ernste Uhu-Lungenzug-Sucht entwickelt hat und nach dem Beschriften von 200 Namensschildchen einen Krampf in der Hand, freue ich mich richtig darauf, so viele Sachen wie möglich selbst machen zu können.
  4. Erinnerungen schaffen. Nicht nur wir, auch unsere Gäste werden hoffentlich oft und gerne an unsere Hochzeit zurückdenken, weil wir jeden einzelnen mit einbeziehen möchten, jeden wissen lassen möchten, wie gerne wir ihn dabei haben und mit allen den schönsten Tag verbringen wollen.