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MEIN Jahr beginnt…

Hallo. Ich bin Caro. Ich bin 27. Wenn Pärchen im Fernsehen Anträge verteilen oder heiraten, steigt der Wasserspiegel in meinen Augen bedenklich, ganz ungeachtet dessen, ob das jetzt Kate und William sind oder ein Abschaum-Pärchen auf RTL II. Ich liebe Hochzeiten.

Aussagen wie „im nächsten Jahr werde ich heiraten, und wenn es ein Nigerianer ist, der mich nur wegen eines Visums will,“ oder „naja, ich könnte das Zalando-Kleid ja einfach mal behalten, vielleicht ist es an meiner standesamtlichen Hochzeit in knappen hundert Jahren noch nicht aus der Mode,“ stammen von mir. Ich liebe Luftballons und Tüll, ich liebe Cupcakes und Konfetti, ich liebe Spitze, Schleifen, Schnörkelschrift, Blumen und am allermeisten liebe ich Florian.

Und genau dieser hat mir jetzt – auf einer Überraschungsreise nach Venedig – endlich einen Grund gegeben, meine ganze Planungswut in Taten und damit wunderschöne Dinge umzusetzen.

Nach der Planung einiger Hochzeiten von guten Freundinnen platzt mein Kopf fast vor tollen Ideen – dass es schon seit Jahren einen geheimen Ordner mit der Bezeichnung H… auf meinem Computer gibt, muss ich Flo erst noch eröffnen. Vielleicht nach ein, zwei Gläschen Sekt… die nächsten Tage gibt es noch viel zu erzählen und viele Gelegenheiten, anzustoßen.Antrag

Warum ein Blog?

Warum ich beschlossen habe zu bloggen? Mein Enthusiasmus in den ersten beiden Tagen nach dem Antrag wurde immer wieder kurzzeitig getrübt, wenn ich – auf dem riesigen Bett in Venedig liegend – nach inspirierenden Hochzeitsblogs gesucht habe. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Ich wollte, dass die „Betroffenen“ einfach mal ehrlich erzählen, was sie wie gemacht haben und warum. Ich wollte Berichte über das gefürchtete Gespräch mit dem Pfarrer, ich wollte schonungslose Fotos von misslungenen Back- und Deko-Versuchen, ich wollte persönliche Checklisten und Gewissensfragen wie: „Ich habe Tante Edelgunde seit 2003 nicht mehr gesehen – muss ich sie trotzdem einladen?“ oder „Wird irgendjemand meine Shapewear bemerken und wie entledige ich mich derer unbemerkt vor der Hochzeitsnacht?“

Was ich gefunden habe waren ungefähr 1000 Blogs, die pro Tag genauso viele Pärchen bei hochprofessionellen Fotoshootings begleiten und viele, viele hübsch anzusehende, Budget-sprengende Deko-Ideen komplett ohne Anleitung, Gastartikel von aalglatten Schreiberlingen und Massen von unbezahlbaren Vera Wang Kleidern.

Das will ich nicht. Das hier wird grundehrlich, so persönlich wie nur möglich und absolut nicht kommerziell. Ich mache das für mich, für meine Freunde und für jeden, der gerne liest und sich in einer ähnlichen Situation befindet wie ich.

Ich schließe mit einem gestern gehörten Zitat des zukünftigen Ehemannes: „Jetzt ist ja noch alles okay mit der Planung und so, aber ich habe das Gefühl, dass du demnächst noch komplett abdrehen wirst.“ In diesem Sinne, bis bald!