The When and Where – Datum und Location  

Diesen Artikel hätte ich auch “Unsere Nullachtfünfzehn-Hochzeit” nennen können. Nicht etwa, weil unsere Hochzeit „etwas ganz Gewöhnliches oder nichts Besonderes, Durchschnitt, Mittelmaß, ohne Sorgfalt bereitet oder nichts Erwähnenswertes“ werden soll (danke an die freie Enzyklopädie mit W…, die die Schüler viel zu häufig für ihre Referate konsultieren und bedenkenlos zitieren), sondern weil wir im August 2015 heiraten werden.

Einerseits verkürzt sich so meine Vorbereitungszeit auf knappe 9 Monate, andererseits können wir froh sein, überhaupt noch einen Termin bekommen zu haben. Mittlerweile legen sich Paare anscheinend zwei bis drei Jahre vor der Hochzeit auf ihre Location und sogar auf ihren Blumenschmuck fest!

Es liegt mit Sicherheit daran, dass ich immer mit Leidenschaft Hollywood-Filme, in denen so viel wie möglich geheiratet wird, angeschaut habe – und eine Zeit lang gab es ja eine richtige Schwemme davon! In aller Regel mit Julia Roberts und Hugh Grant, der zur Not auch mit Richard Gere auszutauschen war. Jedenfalls hat sich in meinem damaligen Mini-Schädel dieses Bild einer sonnenbeschienenen Wiese eingebrannt… weiße, mit Blumen geschmückte Stühle in Reih und Glied und vorne ein Rosenbogen, üppig bewachsen, unter dem das glückliche Paar sich (ganz am Ende natürlich, nach vielen, vielen Komplikationen – Hollywood eben) das Ja-Wort gibt. Ich träume immer noch von einer Hochzeit unter blauem Himmel von Vogelgezwitscher, Blumenduft, Lampions in den Bäumen, Kindern in putzigen Tüll-Kleidern, die hinter Schmetterlingen herjagen…

… in meinen hellen Momenten schiebt sich vor dieses Bild ein anderes. Dieses zeigt einen grässlichen Wolkenbruch, mein verlaufenes Make-Up, von den Bäumen hängende Papierklumpen, die einmal Lampions waren, und heulende Kinder in triefenden Tüll-Kleidern mit ihren verstört-verärgerten Müttern, die schon den nächsten Keuchhusten ahnen.

Auf das Wetter haben wir keinen Einfluss. Weil aber im August die Chance auf einen schönen, sommerlichen Tag am größten ist, gebe ich meine Idee nicht ganz auf. Unser Kompromiss ist: Eine Hochzeit in der Kirche und eine Feier in einem Pavillon auf einer grünen Wiese umgeben von einem blühenden Garten. Wer jetzt eine Art Bierzelt im Kopf hat, soll sich bitte folgendes vorstellen:

Ein riesiges, offenes weißes Zelt mit vielen Sprossenfenstern, die Zeltdecke (mit zwei kleinen Spitzen) mit gerafften, fließenden Stoffbahnen geschmückt, ein dunkler Dielenboden und große runde Tische unter Kronleuchtern (Bilder folgen im Sommer).

Ich könnte begeisterter nicht sein: spielt das Wetter mit, so will ich unbedingt Picknickdecken und Kissen im Garten ausbreiten. Auf Lampions und Windlichter verzichte ich auch nur, wenn es schüttet. Sollte aber meine unheilvolle Wolkenbruch-Vision wahr werden, so ist bietet der beheizte Pavillon genügend Schutz und der Party steht trotzdem nichts im Wege.

Für das kommende Wochenende habe ich einige Freundinnen zum Bastel-Kaffee eingeladen. Die Bilder von unseren Ergebnissen werde ich euch natürlich nicht vorenthalten!

Übrigens haben bereits 4 meiner Brautjungfern „Ja“ gesagt! Ich habe uns eine facebook-Gruppe eingerichtet, in der wir uns über mögliche Kleider, Blumen, Ideen für die Feier usw. austauschen können. Sobald etwas feststeht, folgt ein Update!

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