Wie ich zum besten Bräutigam der Welt wurde – und warum

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Hallo liebe Leserinnen, hallo Frank,

nun möchte ich, der Bräutigam, mich auch einmal zu Wort melden und aus meiner Sicht die Vorbereitungen für die Hochzeit schildern.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich das Glück habe, dass eigentlich schon beim Antrag so gut wie alles für die Hochzeit geplant war. So gab es wohl auf Caros Rechner einen Ordner, in dem von A wie Aperitif, über L wie Location und S wie Schleierkraut bis Z wie Zitronentorte alles organisiert war. Ich wurde zwar bei jedem Schritt mit einbezogen, aber sind wir mal ganz ehrlich, es ist den meisten von euch männlichen Lesern doch auch egal, ob auf dem Tisch eine Kerze oder zwei oder eine Kerze und eine Blume stehen.

Deshalb lief ein Gespräch meistens so ab:
„Flo, möchtest du, dass auf den Liedheften in einem Umschlag noch ein Taschentuch dabei ist?“

„Mh, was meinst denn du?“
„Also ich glaube, dass das gut aussehen würde.“

„Ja, das finde ich auch. Machen wir das.“

Und so wurde es dann auch gemacht. Im Großen und Ganzen war und ist die Hochzeitsvorbereitung für mich also weit weniger aufregend als für Caro. Wenngleich ich in dieser Zeit trotzdem eine Vielzahl neuer Begriffe für mich entdeckt habe. Meinen Wortschatz bereichern nun Wörter wie „Stuhlhussen“, „Bouquet“ oder „Kanzelrecht“. Wenn ich das Zeug in der Mitte eines Tisches meine, sage ich eben nicht mehr genau das, sondern spreche vom „Centerpiece“. Für mich ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Boutonnieren ausgesucht und Digestife verköstigt werden.

Aber natürlich (Anmerkung von Caro: aaaaaach, jetzt plötzlich…) beteilige ich mich auch an den Bastelvorbereitungen. In den letzten Tagen kam ich mir dann doch wie ein chinesischer Fließbandarbeiter vor, der 200 Briefumschläge gefaltet und unzählige Bänder in gleicher Länge produziert hat (Anmerkung von Caro: Von wem könnte der folgende Satz stammen: „Können wir dafür nicht ein pakistanisches Findelkind beschäftigen?“). Insgesamt kümmere ich mich aber mehr um den organisatorischen Kram, habe Geburtsurkunden besorgt und Termine bei Standesämtern gemacht. Und natürlich habe ich erst gestern fachmännisch den Wein für die Feier verköstigt und ausgesucht.

Für uns ist das eine sehr gute Arbeitsteilung denn so kann Caro die Dinge umsetzen, die ihr wichtig sind und über die ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht habe. Wenn es aber etwas gibt, was mir wichtig ist, dann wird das natürlich so gemacht. Und eben deshalb gibt es jetzt auch einen Verdauungsschnaps, entschuldigt bitte, einen Digestif nach dem Hauptgang.

 

Hier noch ein Teil der besagten von mir gefalteten Briefumschläge.
Hier noch als Beweis ein Teil der besagten von mir gefalteten Briefumschläge.

2 Gedanken zu „Wie ich zum besten Bräutigam der Welt wurde – und warum

  1. Ich habe herzlich gelacht. Toller Artikel, toller Blog. Und ich freue mich umso mehr, da wir auch im August heiraten werden 🙂 Am 15.08.15 um genau zu sein-ich fiebere also mit Euch mit.
    Ganz liebe Grüße
    Meike

  2. Der Beitrag gefällt mir besonders gut 🙂 Denke vielen Männern sprichst du genau aus der Seele und wir Frauen sollten einfach zufrieden damit sein, wenn ihr euch unsere Ideen anhört und wenn es euch egal ist uns einfach zuzustimmen! Ich empfinde das auch nicht als Desinteresse. Frauen und Männer haben nun mal manchmal recht unterschiedliche Prioritäten.
    Das Falten der Umschläge zu teilen finde ich sehr schön und zusammen macht das erledigen von solch mühsamer Arbeit auch direkt mehr Spaß!
    Wir haben uns entschlossen die Karten zu bestellen. Lag bei uns einfach an dem enormen Zeitmangel. Haben dann jede Karte noch mit einem handschriftlichem Gruß etwas personalisiert.
    Viele Grüße
    Sandra

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