Wie ich zum besten Bräutigam der Welt wurde – und warum

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Hallo liebe Leserinnen, hallo Frank,

nun möchte ich, der Bräutigam, mich auch einmal zu Wort melden und aus meiner Sicht die Vorbereitungen für die Hochzeit schildern.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich das Glück habe, dass eigentlich schon beim Antrag so gut wie alles für die Hochzeit geplant war. So gab es wohl auf Caros Rechner einen Ordner, in dem von A wie Aperitif, über L wie Location und S wie Schleierkraut bis Z wie Zitronentorte alles organisiert war. Ich wurde zwar bei jedem Schritt mit einbezogen, aber sind wir mal ganz ehrlich, es ist den meisten von euch männlichen Lesern doch auch egal, ob auf dem Tisch eine Kerze oder zwei oder eine Kerze und eine Blume stehen.

Deshalb lief ein Gespräch meistens so ab:
„Flo, möchtest du, dass auf den Liedheften in einem Umschlag noch ein Taschentuch dabei ist?“

„Mh, was meinst denn du?“
„Also ich glaube, dass das gut aussehen würde.“

„Ja, das finde ich auch. Machen wir das.“

Und so wurde es dann auch gemacht. Im Großen und Ganzen war und ist die Hochzeitsvorbereitung für mich also weit weniger aufregend als für Caro. Wenngleich ich in dieser Zeit trotzdem eine Vielzahl neuer Begriffe für mich entdeckt habe. Meinen Wortschatz bereichern nun Wörter wie „Stuhlhussen“, „Bouquet“ oder „Kanzelrecht“. Wenn ich das Zeug in der Mitte eines Tisches meine, sage ich eben nicht mehr genau das, sondern spreche vom „Centerpiece“. Für mich ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Boutonnieren ausgesucht und Digestife verköstigt werden.

Aber natürlich (Anmerkung von Caro: aaaaaach, jetzt plötzlich…) beteilige ich mich auch an den Bastelvorbereitungen. In den letzten Tagen kam ich mir dann doch wie ein chinesischer Fließbandarbeiter vor, der 200 Briefumschläge gefaltet und unzählige Bänder in gleicher Länge produziert hat (Anmerkung von Caro: Von wem könnte der folgende Satz stammen: „Können wir dafür nicht ein pakistanisches Findelkind beschäftigen?“). Insgesamt kümmere ich mich aber mehr um den organisatorischen Kram, habe Geburtsurkunden besorgt und Termine bei Standesämtern gemacht. Und natürlich habe ich erst gestern fachmännisch den Wein für die Feier verköstigt und ausgesucht.

Für uns ist das eine sehr gute Arbeitsteilung denn so kann Caro die Dinge umsetzen, die ihr wichtig sind und über die ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht habe. Wenn es aber etwas gibt, was mir wichtig ist, dann wird das natürlich so gemacht. Und eben deshalb gibt es jetzt auch einen Verdauungsschnaps, entschuldigt bitte, einen Digestif nach dem Hauptgang.

 

Hier noch ein Teil der besagten von mir gefalteten Briefumschläge.
Hier noch als Beweis ein Teil der besagten von mir gefalteten Briefumschläge.

DIY Tutorial – Schultüten für Giveaways

Schultüten bei der Hochzeit

Mir schwirrt schon lange eine Idee im Kopf herum. Heute habe ich sie endlich ausprobiert. Eigentlich hatte ich fast alles davon schon im Haus, aus meinen vorherigen Projekten. Lediglich Krepppapier habe ich noch kaufen müssen.

Was ihr braucht:

1_Schablone-fertigen 1. Eine Schablone basteln, z.B. mit meiner Vorlage. Dazu die Vorlage ausdrucken, auf Pappe aufkleben und ausschneiden. Dabei einen zusätzlichen kleinen Falzrand zum Kleben lassen.

 

 

2_Schultüte-Schablone

2. Mit Hilfe der Schablone den Umriss der Schultüte auf den Fotokarton zeichnen und anschließend ausschneiden.

 

 

3_Falzen3. Entlang der Linien falzen, z.B. mit Hilfe eines Punchboards.

 

 

 

4_Bemalen-mit-Edding4. Die Fantasie spielen lassen und mit dem weißen Edding Muster auf den Karton malen. Möglich sind z.B. Initialen, Herzchen, Namen des Beschenkten etc.

 

 

5_Bemalen-und-Falzen5. Entlang der Falzlinien falten.

 

 

 

6_Kleben-der-Schultüte6. Krepppapier an den oberen Rand der Tüte kleben und die Tüte zusammenkleben.

 

 

7_Cremefarbenes-Band7. Ein passendes Band auswählen, in meinem Fall cremefarben wie das Krepppapier.

 

 

8_fertige-Schultüte8. Fertig ist eure Schultüte für Hochzeits-Giveaways.

 

 

 

Bleibt nur noch zu überlegen, womit ich die Schultüten füllen werde! Meine Ideen bisher:

  • Selbstgemachtes Badesalz
  • Selbstgemachte Hochzeitsmandeln
  • Kleines Gebäck oder Süßigkeiten, wie z.B. Schokocrossies
  • Himalaya- oder Meersalz

Für weitere Ideen bin ich dankbar!

Natürlich kann man die Schultüten auch als Tischkärtchen benutzen, indem man sie auf oder über die Teller legt und sie mit dem Namen desjenigen versieht, der diesen Platz einnehmen soll. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Wäre ich da mal drauf gekommen, BEVOR ich unzählige Schiefertäfelchen beschriftet habe. 🙂

 

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Verumschlagt und besiegelt – unsere Hochzeitseinladungen

Unsere Einladungskarten sind da! Heute früh kamen sie mit der Post und ich bin BEGEISTERT!

Bestellt habe ich sie bei der Kartenmacherei – besonders toll finde ich da, dass man Karten vorgestalten und dann immer wieder bearbeiten kann. Der grobe Entwurf war schon vor Weihnachten fertig und wir konnten so nach und nach alle Daten hinzufügen.

So sehen sie aus:

Hochzeitseinladungen

 

Gerade hat Flo mir beim Verpacken und Beschriften geholfen, bzw. kam endlich der Siegelstempel zum Einsatz:

Siegel

 

Morgen werden die Briefe zur Post gebracht:

Hochzeit_Briefe

Ich wünsche euch allen Frohe Ostern 🙂

Nutella, Kölln Flocken und Tempos… – ein selbstgebasteltes Liedheft für die Kirche

Liedheft-komplett

In aller Regel vergleiche ich im Supermarkt Preise. Ich greife lieber auch mal ins unbequemere Regal, wenn der Frischkäse (wir lachen übrigens immer herzhaft über die kreativen Namen diverser Frischkäsesorten, die möglichst französisch klingen sollen) da nur die Hälfte kostet. Aber bei Nutella, Kölln Flocken und Tempos machen wir keine Kompromisse. Was jetzt an irgendwelchen kernigen Aldi-Flocken oder Lidl-Haselnusscremes verkehrt sein soll, das müsst ihr Flo fragen. Aber auf Tempos schwöre ich. Nicht, weil sie besonders niesfest (das wird von meinem Word übrigens nicht als Wort anerkannt, liebe Taschentuchfirmen) sein sollen, sondern weil sie sich tatsächlich in Waschmaschine und Trockner nicht in abertausende winzige weiße Fetzchen auflösen, die sich hartnäckig an die Pullis klammern. Und zum Heulen sind sie einfach das Beste (an dieser Stelle nochmal einen Dank an mein Referendariat für die recht häufige Gelegenheit zu umfassenden Produkttests auf diesem Gebiet). Die müssen erst klitschnass werden, bevor sie Ermüdungserscheinungen zeigen.

Warum dieser kleine Exkurs? Ich habe gerade einen ersten Versuch für unser Kirchen-Liedheftdesign versucht und das Tempo spielt eine prominente Rolle.

Während der Inhalt noch lange nicht in trockenen Tüchern (haha) ist – wie bereits erwähnt, Kantor unkontaktierbar – habe ich mir schon vor einer Weile überlegt, dass auch die Liedhefte in den Farben des Brautstraußes gestaltet werden sollen. Für meine bald noch hier zu dokumentierenden Gastgeschenke habe ich vor einiger Zeit sowieso schon Fotokarton in pastelligem Gelb, Rosa und Lachs erworben.

Vor einigen Monaten habe ich in einem Kaufrausch ohne Ziel – ab und zu muss ich mich belohnen oder entfrustrieren – eine wunderschöne Martha-Stewart-Herzstanze erworben.

Stanze-und-Gestanztes

Bei einer Stempel- und Kartenbastel-Party bei einer lieben Kollegin habe ich mich genauso mit bis dato unbestimmtem Zweck zu einigen Stempeln überreden lassen.

Liedheft-Stempeldetail

Hier präsentiere ich euch also mein erstes Liedheft und freue mich über jeden Kommentar! Noch bin ich nicht an der Massenproduktion 🙂

Bänder

Ansonsten ein kurzes Update:

– wir haben unsere Ringe erhalten! Sie sind genau so, wie Flo das wollte, ohne irgendwelchen „Schnickschnack“ wie Linien oder unterschiedliche Farben. Einfach nur Ringe. Ich habe meinen so schmal wie möglich (der Stein musste noch halten) machen lassen, weil das an meinen Händen einfach schöner aussieht.

– Flo hat zu seinem Geburtstag Manschettenknöpfe, eine Krawattennadel und – Gott bewahre – einen Zylinder geschenkt bekommen. Dieser wird innerhalb der nächsten Wochen auf mysteriöse Art und Weise verschwinden.

– meine singende Schülerin aus der zehnten Klasse hat sich bereits mit meiner singenden Musikkollegin getroffen um über Tonarten zu plaudern und ein wenig zu üben. Ich freue mich wahnsinnig auf das Ergebnis!

– Flo und ich waren in Würzburg und haben einen netten Abend mit Bummeln und Tapas verbracht – und unsere Hochzeitsband live erlebt. Wir haben uns erstmals mit dem Organisator unterhalten und all meine Zweifel, die ich wegen anscheinender Unverbindlichkeit hatte (O-Ton Bandleader: „also, wir sehen uns dann zur Hochzeit, falls nichts mehr dazwischen kommt“) haben sich komplett zerstreut. Ich kann euch versprechen, das wird der Wahnsinn 🙂

Anlässlich der Frage: wo geht eigentlich mein ganzes Geld hin?

Mir ist aufgefallen, dass es auf meinem Konto – obwohl ich eigentlich seit Sommer etwa das doppelte verdiene wie vorher – relativ mager aussieht. Klar, einen Großteil fressen Miete, Versicherungen und andere ganz normale Lebenshaltungskosten. Aber das was übrig sein müsste, IST nicht übrig!
Ein Blick auf meine Abrechnung zeigt, dass ich in den letzten Wochen und Monaten schon richtig viel für die Hochzeit besorgt habe, zum Teil auch Kleinkram, den ich wieder ganz vergessen hatte, nachdem ich ihn auf meinem Hochzeitsregal (oh ja, so weit ist es schon gekommen) im Keller abgestellt hatte. Darunter ist viel Dekoration für den Pavillon – Lampions und solche großen Papierpuschel (ich weiß beim besten Willen nicht, wie die heißen), Kerzen für die Buchdekoration und einige Sachen, die ich mir schon für die Giveaways überlegt habe.
Aber eben auch alle möglichen Details, die die Gäste später merken lassen, dass ich mir ganz, ganz viele Gedanken mache. Deshalb heute mal eine kleine Präsentation eines Teils der Ausbeute.

1. Hochzeitsbleistifte mit unseren Namen

Wiederentdeckt im Hochzeitsregal habe ich zum Bleistift (haha) diese Bleistifte:

Bleistifte für die Hochzeit

Schon vor ein paar Monaten hatte ich mir überlegt, dass es doch schön wäre, wenn die Stifte, mit denen die Gäste unsere kleinen schulthematischen Spiele bestreiten, unsere Namen trügen. Nach wahnsinnig viel Recherche habe ich eine Firma gefunden, die meinen Wunsch für einen winzigen Bruchteil des sonst angebotenen Preises erfüllen konnte. Warum? Weil das eigentlich eine Werbeartikelfirma ist, die nur zufällig auch ganz kleine Auftragsmengen bearbeitet. Wer sich für den Namen der Firma interessiert: schreibt mir einfach eine E-Mail.

2. Langbrennende Stumpenkerzen für die Windlichter

Kerzen für die Hochzeit

Bestellt habe ich diese:

Stumpenkerzen 1

und diese:

Stumpenkerzen 2

Meinen Langbrenn-Test hat die Eika-Kerze gewonnen, die trotz ihrer Kompaktheit gute 6 Stunden länger gebrannt hat als die Konkurrentin. Warum die Kerzen nicht einfach bei Ikea kaufen? Genau aus dem Grund, dass ich überhaupt noch jemanden finden muss, der sobald es dämmert mit einem Feuerzeug hunderte von Kerzen anzündet. Dieser Person zuzumuten, nach ein paar wenigen Stunden alle abgebrannten Stummel auszutauschen wäre wirklich zu viel des Guten. Dann lieber ein paar Cent mehr pro Kerze.

3. Namenskärtchen aus Schiefer

Weil wir uns sowohl für Save-the-Date-Karten als auch für Einladungs-Karten im Tafel-Design entschieden haben (zu den Einladungen schreibe ich bald einen eigenen Artikel), habe ich ein wenig herumprobiert und bin schließlich auf die Idee gekommen, die Tischkärtchen im Tafeldesign selbst zu machen. Die oft im Internet herumgeisternde Idee, für jedes einzelne (teure) Täfelchen eine Mini-Staffelei aufzustellen, gefällt mir nicht. Das würde viel Platz einnehmen und damit mein halbwegs puristisches und für sich wirkendes Centerpiece zu sehr in den Hintergrund rücken lassen.
Also habe ich einfach rechteckige Schiefer-Stücke (die sind nicht alle identisch, dafür aber echt günstig) bestellt und mit verschiedenen Möglichkeiten der Beschriftung herumprobiert.

So können Tischkärtchen für die Hochzeit aussehen.

Sofort ausgeschieden ist die Kreide. Das Rennen gemacht hat schließlich (aufgrund der Deckkraft und Haltbarkeit) Der Calligraphy-Edding, der laut Beschreibung auf Glas, Metall und Plastik schreiben kann. Schiefer gehört offensichtlich auch auf diese Liste 🙂 Ähnliche Produkte der Discounter-Ketten mit A oder L kann ich leider nicht empfehlen (beides ausprobiert). In Puncto Deckkraft schmieren die gegen den Edding ab.

Hier ein Link zum Edding: Edding

Hochzeits-Tischkarten

4. Siegelstempel mit Gravur

Zuletzt habe ich etwas wiederentdeckt, was Flo unbedingt haben wollte. Wundern dürfte mich das eigentlich nicht, er hat sich für die Hochzeit auch eine Taschenuhr gewünscht und stöbert ständig nach Manschettenknöpfen, die dann später mal ein „Erbstück“werden sollen 🙂
Jedenfalls hat er in einen Siegelstempel unsere Initialen gravieren lassen. Das Siegelwachs habe ich mal wieder bestellt (Siegelwachs) und hatte zuerst ein wenig Bammel, weil eine Freundin und ich mit Siegelwachs schon einmal das Geschenk für eine andere Freundin entgegen unserer Intention nicht gerade verschönert hatten (merke: Geschenkband aus Plastik brennt wie Stroh), aber das funktioniert tadellos – siehe Bildbeweis! Das Siegel wird dann natürlich die Umschläge der Einladungskarten zieren – und uns fallen bestimmt noch weitere Einsatzmöglichkeiten ein 🙂

Siegelstempel für die Hochzeit

Wir sind in der Planung auch endlich ein wenig weiter. Ein grober Ablauf für die Kirche steht – sobald der von Pfarrerinnen und Kantor abgesegnet wurde, berichte ich darüber. Außerdem haben unsere „Sänger“ (eigentlich sind die Gänsefüßchen fies, deshalb sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich keinesfalls deren Talent in Frage stelle sondern lediglich klarstellen möchte, dass (juhu) keiner von denen Geld von uns will) sich jeweils für ein Lied entschieden. Auch dazu bald mehr.

Am Samstag gehen die Brautjungfern und ich deren Kleider und meine Standesamtschuhe shoppen – so zumindest der Plan. So toll diese Facebook-Gruppe für den Austausch ist – irgendwie wollen wir doch lieber alle was zum Anfassen und ein Mädels-Tag bietet sich da an.

Bis bald!

Das Standesamt oder „Goooooood mooooooooorning, Miss …, sorry“

Standesamt

Wir haben einen Termin fürs Standesamt. Darum hat sich Flo gekümmert.
Neue Erkenntnisse:

– Samstage sind sowohl teurer, weil außerhalb der Geschäftszeiten, als auch sehr begehrt
– Alles, was man braucht (Ausweis, beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister…), bringt man zur Anmeldung der Eheschließung bei einem Standesbeamten mit – am besten ein paar wenige Monate vor der eigentlichen Trauung
– Eine Terminreservierung kann man aber schon vorher vornehmen

Ich kenne Paare, die bereits länger als ein Jahr vor der kirchlichen Hochzeit schon offiziell verheiratet waren – mit Namen und allem drum und dran. Ich kenne auch Paare, die am Tag der kirchlichen Trauung morgens beim Standesamt waren. Für uns kam/kommt beides nicht in Frage. Dass die beiden Termine zeitnah sein sollten, war für mich schon immer klar. Allein schon, weil ich nicht schon wochen- oder gar monatelang mit meinem neuen Namen angesprochen werden will, wenn ich mich noch gar nicht verheiratet fühle.
Davon gehe ich nämlich aus.

Zum Verheiratetfühlen gehört für mich, dass ALLE Menschen, die uns wichtig sind, diesen einen Moment mit uns teilen.
Zum Verheiratetfühlen gehört, dass ich meine Mama und meine Freundinnen weinen sehe – im wahrscheinlichsten Falle durch meinen eigenen Tränenschleier…
Zum Verheiratetfühlen gehören raschelnder Tüll, alte Holzbänke, hundert Umarmungen und das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.

Irgendwie habe ich den Verdacht, dass der – bestimmt trotzdem feierliche – Akt dessen, einen Wisch zu unterschreiben mir dieses Gefühl nicht im gleichen Ausmaß vermitteln wird.
Am Tag der kirchlichen Hochzeit möchte ich am liebsten alle Zeit der Welt haben. Mir wird es bestimmt so gehen wie zuletzt als Kind am Weihnachtsmorgen. Ich will die Vorfreude genießen können, Zeit für ein Schaumbad und ein Sektfrühstück mit meinen Brautjungfern haben und keine Panik bekommen müssen, falls unsere Frisur-Versuche nicht gleich… naja, nach einer Frisur aussehen (dazu ein andermal mehr).
Und genau deshalb kommt der Morgen vor der kirchlichen Trauung nicht in Frage.
Wir haben uns für einen Termin eine Woche vor der Kirche entschieden. Und gestern auch schon in unserem Wunschrestaurant für nach dem Standesamt Probe gegessen. Und schonmal reserviert.

Erweiterung meiner To-Do-Liste im Kopf:
1.) Unterschrift üben
2.) Den Englisch-Schülern sagen, dass sie über die Sommerferien Zeit haben, sich das „Miss“, das ich ihnen eingebläut habe, wieder abzugewöhnen

P.S.: Am Freitag gehen wir Trauringe aussuchen UND wir haben unsere Flitterwochen gebucht! Weitere Infos folgen bald 🙂

Heißkleber-High – ein weiteres DIY Tutorial zur Tischdekoration

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Aaaaaaaaah, Weihnachtsferien… und um beim Schulthema zu bleiben: Dieses möchten wir auch in unserer Tischdekoration für die großen runden Tische im Zeltpavillon aufgreifen. Weil die Tische eben so groß sind (8-10 Personen passen daran), wird in der Mitte wahnsinnig viel Platz sein, den es irgendwie zu füllen gilt.

Überlegt haben wir uns das hier:

Das Centerpiece – das ist Hochzeitsjargon für alles was sich an Kerzen, Blumen und sonstigem Ramsch in der Tischmitte sammelt – soll aus drei Teilen bestehen. Der Blickfang wird eine riesige Kugelvase aus Glas, die mit Wasser gefüllt ist. Darin soll Schleierkraut hübsch drapiert versenkt werden. So wird unser Blumenthema aus Kirche und Brautstrauß wieder aufgegriffen. Begleitet wird die Glasvase von zwei Bücherstapeln. Einer davon trägt zwei, drei steingraue Kerzen, unterschiedlich groß, und der andere wird mit einem hübschen Band und selbstgebastelten Papierrosen verziert.

Die Anleitung zum Bücherstapelbasteln findet ihr hier:

Was ihr braucht:

– drei bis vier Bücher mit schönem Buchrücken (falls ihr zu Hause keine habt, gibt es auf eBay immer wieder Bücherpakete zu ersteigern bzw. vielleicht gibt es in eurer Nähe eine Tauschbibliothek)

dekoratives Schleifenband, z.B. aus Spitze, im Landhausstil oder mit Schrift

Kerzen

– ein eng beschriebenes Blatt Papier (am besten DIN A4), ob von einer oder von beiden Seiten spielt keine Rolle – ich habe hier aus bekannten Gründen eine Seite aus dem König Artus ausgedruckt

Was ihr tun müsst:

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Atomic Andi oder Band vs. DJ

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Liebe Leser, und vor allem Leserinnen (nicht, weil ich euch lieber habe, sondern nur, weil ihr sicher mehr an der Zahl seid. Sorry, Frank…),
während alles, was unsere Musik in der Kirche angeht, noch in der Schwebe ist („es ist keine Popularmusik gewünscht“), möchte ich euch heute etwas über die Musik auf unserer Feier erzählen.

Man hat klassischerweise die Auswahl zwischen einer Band, einem DJ oder einem Alleinunterhalter – wenn man nicht gerade ein Streichquartett oder Ähnliches engagiert (Fun-Fact dazu: laut meiner neunten Klasse kann man das Wort Engagement auch so schreiben: Angarmente oder Angaschmor).

Alles hat seine Vor- und Nachteile – außer dem Alleinunterhalter, der das fleischgewordene Grauen ist. Das ist selbstverständlich eine wüste Verallgemeinerung und es gibt sicher einige Alleinunterhalter, die jetzt zurecht beleidigt wären, würden sie diesen Blog lesen (nein, Frank, du bist immer noch alleine…), aber ich habe jetzt schon auf nicht wenigen Hochzeiten ein jeweils fürchterlich peinliches Schauspiel miterleben müssen. Einige sinngemäße Zitate sollten meinen Unmut veranschaulichen (alle Namen wurden von der Redaktion geändert):

„Hallo miteinander, ich bin der Ändi und werde ich euch heute ordentlich einheizen“ (man stelle sich dazu die Stimmlage eines gerade ins künstliche Koma Entschwindenden vor, dazu einen ähnlich wachen Gesichtsausdruck)

„Los, los, nicht so schüchtern! Woooohooooo!“ (niemand auf der Tanzfläche)

„Und jetzt putt jur händs ab, ewriwann!“ (immer noch niemand auf der Tanzfläche)

„Was für ein geiler Song, oder Leute?“ (der Einzige, der sein fettiges Haupthaar schüttelt und ins Micro MITSINGT, ist Ändi)

„ITS MEI LAAAAAAAAAIF… und jetzt alleeeeeeeee!“ (…)

Ändi trägt außerdem Schlaghosen und schwitzt unverhältnismäßig viel. Sein Künstlername lautet Atomic Andi oder auch Handy Andy. Er bringt seine eigene sogenannte Lightshow mit, die aus einem Baustrahler und einer Discokugel besteht und er trinkt mehr als alle Leute über 60 zusammen, die seinetwegen mit Migräne frühzeitig die Zimmer aufsuchen.

Bleiben noch ein DJ und eine Liveband – ein Streichquartett passt dann auch wieder nicht zu dem Rahmen, den wir uns wünschen.

Die Vorteile eines DJs liegen auf der Hand: Abgesehen davon, dass er viel günstiger ist als jede Band, kann er jederzeit auf Wünsche aus dem Publikum eingehen. Er braucht keine bis wenige Pausen und kann natürlich vorher durch das Brautpaar perfekt vorbereitet werden. Besonders süß finde ich die Idee, jeden Gast vor der Feier einen Musikwunsch rückmelden zu lassen.

Eine Band ist teurer – in aller Regel steigt die Gage mit jedem Bandmitglied. Die Band braucht Platz und Pausen, sie ist lauter (wichtig, falls der Veranstaltungsort in einem Wohngebiet liegt) und sie ist was das Programm angeht meist nicht besonders flexibel. Das Aufbauen dauert außerdem länger.
ABER: Von der Stimmung, die Live-Musik erzeugen kann, von der Begeisterung, kann ein DJ nur träumen. Und genau diese Stimmung ist uns besonders wichtig. Zusammen mit der Atmosphäre, die allein schon das idyllische weiße Zelt im Park erzeugt, sind bestimmt die älteren Semester genauso begeistert wie die jungen, hoffentlich tanzwütigen Gäste.

Wir haben mit Hilfe meines Bruders und dessen Freundin die perfekte musikalische Untermalung für unsere Feier gefunden: ein Akustik-Trio, das sowohl Klassiker als auch populäre Musik spielt – allerdings immer ganz individuell interpretiert. Nie bis zur Unkenntlichkeit verändert, aber immer mit einem kleinen Überraschungsmoment. Besonders toll finde ich, dass die Jungs mit Cajon und Gitarre auch ganz leicht mal nach draußen auf die Wiese oder auf die kleine Bühne umziehen können.

Vielleicht frage ich trotzdem jeden Gast nach einem Musikwunsch – diejenigen, die die Band nicht erfüllen kann, kommen einfach zu später Stunde vom Band.

„Was für eine heiße Nacht, Fans, Ändi wünscht euch süße Träume. Ich mache übrigens auch Kindergeburtstage und Firmenfeiern.“

Kraut statt Schleier

Nach einer der stressigsten Wochen im bisherigen Schuljahr, in der ich Grimassen schneidend und gleichzeitig imaginäre Flügel schlagend auf einer theaterpädagogischen Fortbildung beinahe den Glauben an die Menschheit oder zumindest an den Fortbestand des Beamtentums verloren hätte und mich dann über 240 Seiten Dialoganalysen einer zehnten Klasse wieder beruhigen konnte, habe ich endlich einmal wieder Zeit, euch auf den neuesten Stand meiner Vorbereitungen zu bringen.

Weil wir es letzte Woche geschafft haben, uns mit der Floristin unseres Vertrauens zu treffen, geht es heute um den Blumenschmuck. Ursprünglich hatte ich mir naiverweise vorgestellt, dass wir in einem zehnminütigen Gespräch kurz schildern, dass wir gerne ein bisschen Kirchenschmuck (Fun-Fact: aus einer E-Mail habe ich heute viel über den üblichen „Verbleib des Blumenschmucks“ gelernt: „Blumen auf dem Altar sind Gaben zur Ehre Gottes; sie verbleiben auch nach dem Gottesdienst auf dem Altar.“), ein wenig Tischdeko und sechs Sträuße hätten.

Was ich gelernt habe: Paare bestellen in aller Regel

  • Blumen für die Kirchenbänke
  • Altarschmuck
  • den Brautstrauß
  • einen beinahe identischen Wurfstrauß, um den sich später die Junggesellinnen kloppen
  • Blumen-Anstecker für den Bräutigam und die Trauzeugen
  • Ringkissen aus Blumen
  • Autoschmuck
  • ein Blumenherz als Schmuck für die Stühle von Braut und Bräutigam
  • Tischdekoration für drinnen und draußen
  • sogar Schmuck bzw. Haarschmuck aus Blumen
  • Blütenblätter, falls sich ein kleines Kind erbarmt, diese im Mittelgang der Kirche zu verteilen (in unserer Kirche wohl leider nicht möglich, laut der Mail von heute früh. Schlimmer wäre nur Reis…)

Was ich noch gelernt habe: Ranunkeln – die ich mir eigentlich für meinen Strauß gewünscht hatte – sind, wenn überhaupt, im Sommer winzig klein, holländisch und überteuert. Schön ist aber, dass die Floristin gleich viele Alternativen vorgeschlagen hat, von denen ich als absoluter Laie gar nicht hätte sagen können, ob das nun Ranunkeln sind oder nicht. Obwohl ich eigentlich keine Rosen wollte, haben wir ein paar sehr schöne Sommerrosen gefunden, die genau so aussehen, wie ich mir die Ranunkeln gewünscht hatte. Schleierkraut scheint gerade der letzte Schrei zu sein und ist deshalb auch verhältnismäßig teuer, aber auf das habe ich mich schon so eingeschossen, dass ich mir keine Alternative vorstellen kann.
Wir haben beschlossen, uns für die paar Meter, die wir von der Kirche zum Veranstaltungsort fahren, den Autoschmuck zu sparen. Vielleicht finde ich irgendeine große Schleife, die einen ähnlichen Effekt hat.
Genauso verzichte ich auf einen Wurfstrauß. Falls ich im Laufe des Abends wider Erwarten beschließen sollte, einen Strauß zu werfen, dann werfe ich meinen eigenen. Das wäre ohnehin nur ein Staubfänger in der Wohnung.

Tatsächlich werde ich mir ein wenig von dem Schleierkraut für meine Haare abzweigen. Wenn es schon so heißt, dann ist es sicherlich in der Lage, eine lästige Gardine zu ersetzen, mit der ich mich bestimmt nicht wohlfühlen würde.

Für die Tischdekoration habe ich eine tolle Idee, die von unserer kreativen Floristin noch ein bisschen weiterentwickelt wurde. Ich kann es gar nicht erwarten, das bald einmal auszuprobieren! Fotos folgen dann sofort!

DIY Windlichter

Ein Tutorial zum Windlichter basteln.

Am Wochenende habe ich unter anderem Windlichter gebastelt, für die man so gut wie kein Geld und ganz wenig Zeit benötigt.

Hier eine Anleitung:

Was ihr benötigt:

Ihr benötigt bunte Bänder. 1. Bunte Bänder, z.B. aus Spitze oder Satin

Dann braucht ihr noch Butterbrotpapier. 2. Eine Rolle Butterbrotpapier (erhältlich z.B. von Toppits)

Außerdem braucht ihr ein leeres Glas. 3. Ein Glas, z. B. ein Senfglas, Marmeladenglas oder Weckglas

Anleitung:

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